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Gemeinde bietet Alltagsmasken an

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch die dringende Empfehlung zum Tragen von Alltagsmasken ausgesprochen. Eine Maskenpflicht soll es zunächst nicht geben. Wir möchten unseren Einwohnerinnen und Einwohnern jedoch den Zugang zu solchen Alltagsmasken, die insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr aber vor allem auch beim Einkaufen getragen werden sollten, erleichtern und bieten deshalb ab dem kommenden Montag solche Masken für alle Einwohner unserer Gemeinde an.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Empfehlung der Bundesregierung und der Bundesländer haben wir mit verschiedenen örtlichen Organisationen, Vereinen und einem örtlichen Unternehmen das Thema besprochen. Wir haben hier bei uns in der Gemeinde ein Nähstübchen, das in den vergangenen Wochen ohnehin schon einige hundert Alltagsmasken für die verschiedensten Einrichtungen im gesamten Kreisgebiet produziert hat. Heidi Bugiel ist bereit, auch für unsere Einwohnerinnen und Einwohner die Masken zum Selbstkostenpreis von nur 3 Euro herzustellen. Wir haben zunächst einige hundert Masken bei ihr in Auftrag gegeben, diese werden ab Montag, 20.04.2020, für die Einwohnerinnen und Einwohner bereitgehalten werden. Die Alltagsmasken werden doppellagig aus reiner Baumwolle hergestellt, so dass man diese auch auskochen kann. Darüber hinaus sind alle Masken vorgewaschen, damit kann man sie sofort nutzen.

Verkauft werden die Alltagsmasken ab dem kommenden Montag um 14 Uhr für 3 Euro pro Stück beim Rathaus der Gemeinde Jemgum. Der Verkauf erfolgt limitiert je nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Das Angebot der Alltagsmasken ist nicht mit der Öffnung des Rathauses verbunden, das bleibt zunächst noch weiterhin geschlossen. Jedoch haben wir eine Möglichkeit gefunden, die Masken zu übergeben und hierbei zugleich die Einwohnerinnen und Einwohner aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen.

Wann genau das Rathaus wieder die Türen öffnen wird, stehetim Moment noch nicht fest. Wir sind aber nach wie vor für die Bürgerinnen und Bürger da. Man kann uns telefonisch oder per Mail erreichen und in dringenden Fällen vereinbaren wir auch Termine hier im Rathaus, wie bisher auch.

09.04.2020

Halten Sie bitte auch weiterhin durch!

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner,

verehrte Gäste,

es sind sehr schwierige Zeiten, in denen wir gerade versuchen, halbwegs „Normalität“ aufrecht zu erhalten. Wie schwierig dies ist, erleben Sie nunmehr schon seit einigen Wochen. Auf allen Ebenen müssen wir viele Einschränkungen und vor allem auch tief greifende wirtschaftliche Einschnitte  hinnehmen.

Die Gemeinde Jemgum ist eine Feriengemeinde. Hier ist es wunderschön! Deshalb besuchen uns alljährlich rund 100.000 Übernachtungsgäste und noch viel mehr Tagestouristen. Davon lebt ein Teil unserer Unternehmen, davon leben aber auch viele Familien. Seit der Corona-Pandemie ist die Welt, wie wir sie kennen, jedoch eine völlig andere, auch im Tourismus.

Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn wir zu der Normalität zurückkehren können, wie wir sie kennen und wenn wir all unsere Gäste wieder bei uns in der Gemeinde herzlich willkommen heißen können. Heute, an dieser Stelle und in dieser außergewöhnlichen Zeit, müssen wir allerdings einen Appell an all die Mitmenschen richten, die unsere Gemeinde, und sei es auch nur für einen Tagesausflug, besuchen möchten: Meiden Sie bitte die s.g. „Hotspots“, also die Orte, an denen ohnehin immer viele Menschen anzutreffen sind. Und beachten Sie vor allem bitte die Kontakt-Regelungen des Landes Niedersachsen. Sie schützen damit sich selbst und Sie schützen damit Ihre Mitmenschen.

Was läuft im Rathaus?

Wir möchten auch die Gelegenheit nutzen, Ihnen kurz zu schildern, was in Zeiten der Corona-Pandemie im Rathaus und auf dem Bauhof passiert. Natürlich möchten auch wir unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen. Aus diesem Grunde haben wir, wie viele andere Verwaltungen auch, das Rathaus geschlossen. Ein Teil der Kolleginnen und Kollegen arbeitet im s.g. Home-Office inzwischen von Zuhause aus, der andere Teil ist im Rathaus. Hierbei wechseln wir uns ab, damit es auch hier zu möglichst wenig sozialen Kontakten kommt. Ähnliches gilt für den Bauhof und den Abwasserbereich. Auch dort haben wir Regelungen eingeführt, um die sozialen Kontakte sowohl untereinander wie auch mit Bürgerinnen und Bürgern auf ein Minimum zu reduzieren und zugleich den Dienstbetrieb aufrecht zu erhalten.

Im Rathaus sind wir jederzeit für Sie da. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter, wie bisher auch. In ganz besonders dringenden Angelegenheiten vereinbaren die Kolleginnen und Kollegen auch einen Termin hier im Rathaus. Dies gilt auch für Trauungen, die wir nach wie vor, wenn auch mit verminderter Teilnehmerzahl, durchführen.

Gerade dann, wenn Sie in diesen schwierigen Zeiten auch wirtschaftlich betroffen sind, sind wir gerne für Sie da. Die Kolleginnen und Kollegen geben Ihnen wichtige Hinweise oder vermitteln Sie an übergeordnete Stellen weiter. Scheuen Sie sich bitte nicht, uns anzusprechen!

Politische Arbeit eingeschränkt

Die politische Arbeit funktioniert in solchen Zeiten nur sehr eingeschränkt, weil wir derzeit keine öffentlichen Sitzungen durchführen können. Dennoch werden Beschlüsse gefasst. So haben wir für verschiedene Arbeiten und Aufträge s.g. Umlaufbeschlüsse vom Verwaltungsausschuss eingeholt. Das gilt z.B. für die Auftragsvergabe für das neue TLF der Ortswehr Jemgum, das gilt für die Suche nach einem passenden Grundstück für eine Kita oder das gilt beispielsweise auch für Bodenuntersuchungen in geplanten Baugebieten und Gespräche zu möglichen Lösungen unserer Abwasserprobleme. Aber auch der Beschluss, für den Monat April auf den Einzug der Kita-Gebühren zu verzichten, kam so zustande.

Ein großes Dankeschön!

Ein ganz herzliches Dankeschön möchten wir, auch im Namen aller Ratsmitglieder und dem Team im Rathaus, all den Menschen sagen, die auch unsere Gemeinde „am Laufen halten“. Danke an die Verkäuferinnen und Verkäufer, die Handwerker und Angestellten, die Lkw-Fahrer, Danke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegedienste, der Seniorenanlagen, der Krankenhäuser, der Arztpraxen, der Rettungsdienste, der Polizei, der Ordnungsbehörden, Danke an die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die Atemschutzmasken nähen oder die einen Einkaufs- oder Bringservice für die Menschen organisiert haben, die wir jetzt ganz besonders schützen sollten. Ein großer Dank auch an die Feuerwehren und die anderen freiwilligen Organisationen, die trotz der Corona-Pandemie die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten. Und ein Dankeschön vor allem auch an die Nachbarschaften, die bei uns in der Gemeinde noch gut funktionieren und organsiert sind, danke dafür, dass Sie sich um Ihre Mitmenschen kümmern! Und selbstverständlich auch ein herzliches Dankeschön an all die Firmen, die gerade versuchen, keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlassen. Um es noch einmal deutlich zu machen: Wir bedanken uns bei allen, die dazu beitragen, dass „der Laden läuft“.

Blick nach vorne: Ein frohes Osterfest!

Wir können Ihnen heute noch nicht sagen, wann wir zu der Normalität zurückkehren werden, wie wir Sie kannten. Das wäre reine Glaskugelleserei. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich darauf verständigt, am 20.04. eine erneute Einschätzung der Lage vorzunehmen und dann zu entscheiden, wie es weiter geht. Uns vom Rat und uns im Rathaus ist bewusst, dass dieses Osterfest, das vor uns liegt, mit Sicherheit eines wird, das wir so schnell nicht vergessen werden. Wir können erste Erfolge bei den Infektionszahlen erkennen. Die Kurve steigt noch, flacht aber ganz langsam ab. Sie alle haben Ihren Teil dazu beigetragen, indem Sie Vernunft und Geduld bewiesen haben. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern, die durch ihre Einsicht und ihr vorbildliches Verhalten dazu beitragen. Das Kontaktverbot dient uns selbst, unseren Freunden, Bekannten und Verwandten und hilft, die Ausbreitung dieses Virus zu verlangsamen und beherrschbar zu machen. Noch kann allerdings keine Entwarnung gegeben werden. Halten Sie bitte weiter durch und seien Sie achtsam.

Wir wünschen Ihnen allen, trotz aller Einschränkungen, ein frohes Osterfest!

Bleiben Sie gesund!

 

 Hans-Peter Heikens
-Bürgermeister-

Helmut Plöger
-1. stellvertretender Bürgermeister-

Konrad Kruse
-2. stellvertretender Bürgermeister-